Beige Interior Radar – Wir lieben Kurven!

Bei uns ziehen jetzt dynamische Keramiken und organische Formen ein

Es liegt etwas in der Luft. Die Menschen leben wieder nachhaltiger und begreifen langsam, dass man die Erde nicht wie einen Fußabtreter behandeln sollte. Gleichzeitig erleben Ganzheitlichkeit und Spiritualität ihr großes Comeback. Ebenso wie die Rückbesinnung zum Handwerk. „Von Hand gefertigt“ gilt als „Prädikat besonders wertvoll“. Klar, dass dieser Vibe sich nicht nur in unserer Mode (auf Wiedersehen, Fast Fashion!) und unserem Alltag (Goodbye, Plastik und Wegwerfprodukte!) widerspiegelt, sondern auch im Produkt- und Interiordesign.

Alles ist auf einmal sehr organisch und rund – eben natürlich. Ecken sind abgerundet, Formen scheinen aus ihren vorgefertigten Schablonen zu quellen und es regieren Anarchie und Willkür. Ich finde das sehr schön und es kommt mir nach all dem Pragmatismus im Einrichtungsbereich gerade recht. Es ging doch wirklich sehr lange rechtwinklig und clean zu.

Besonders angetan haben es mir die zahlreichen kleinen Keramik-Studios, die dank Instagram mehr und mehr an Popularität gewinnen. Ich habe einen Ordner, der vor Inspiration nur so überquillt und meine absoluten Favoriten möchte ich heute gerne mit euch teilen.

Don't panic, it's organic!

Warum sind wir eigentlich so verrückt nach diesen wirklich unperfekten und oftmals auch ziemlich schiefen Vasen, Stehrümchen und Keramiken? Organische Strukturen wirken beruhigend. Schließlich setzen auch wir Menschen uns vom Scheitel bis in die kleinste Zelle aus dynamischen Formen zusammen. Ich wende nun einfach ein wenig Küchenpsychologie an und behaupte, dass runde und organische Formen auf uns vertraut wirken und uns aus diesem Grund so sympathisch sind.

Nach einem wirklich erfolgreichen Töpferkurs im Januar bin ich eigentlich so angefixt gewesen, dass ich direkt in die Großproduktion übergehen wollte. Mein voller Terminkalender gepaart mit meinem unausgegorenen Zeitmanagement haben mir aber bis heute, Mitte Juli, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber wer weiß, vielleicht schaffe ich es dieses Jahr doch nochmal in eine Töpferwerkstatt. Oder aber ihr seid nach dem Lesen dieses Artikels so angefixt, dass ihr direkt zum Hörer greift und bei der Volkshochschule anruft.

Das Tolle an Instagram ist, dass man von Inspiration zu Inspiration stolpern kann, ohne jemals ein Ende zu finden. So bin ich über die ungewöhnlichen Lampen von Virginia Sin (die ich euch hier bereits einmal vorgestellt habe) über Umwege beim Onlineshop The Ode To gelangt. Und ab da gab es kein Halten mehr. Besonders angetan haben es mir die Skulpturen von Lisa Hellrup, die gleichzeitig unglaublich zart und kräftig sind und wirken, als ob sie gleich Beine bekommen und davonlaufen.

Die Keramiken von Sofia Tufvasson hingegen wirken, wie nicht von dieser Welt, strahlen dabei aber eine Vertrautheit aus, die mich ganz warm ums Herz werden lässt. Ja, das ist wirklich so. Lillian Torlen hingegen geht die Sache mit einer ordentlichen Portion pragmatischen Humors an. Ihre Vasen scheinen nämlich sehr anhänglich zu sein, wenn man sieht, wie sie sich an ihre Umgebung schmiegen – so liebevoll wurde die Festigkeit von Keramik noch nie aufgelöst. Und falls Keramik so gar nicht eures ist, kein Problem! Schaut mal bei Helle Mardahl vorbei und verliebt euch direkt in ihre kunterbunten, organischen Glasvasen, Lampen und Bonbonnieren.

So, und jetzt geht es ans Eingemachte!

Lisa Hellrup

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    Instagram.com/emmelihultqvist, Virginia Sun, Instagram.com/paula.atelier

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