Ein Tag im Homeoffice mit ... Julia!

Wir haben unser Team Beige mal gefragt, was es den ganzen Tag so treibt

Zu Beginn muss ich euch leider kurz mit einem sprachlichen Exkurs nerven – irgendwie müssen sich die acht Jahre Lateinunterricht ja bezahlt machen. Das Wort Office stammt vom lateinischen „officium“ ab, das so viel bedeutet wie Pflicht, Dienst oder auch Amt. Somit ist, zumindest was die Wortherkunft betrifft, eigentlich jede häusliche Arbeit zum „Homeoffice” zu zählen: Wäsche waschen, Post holen, Tisch wischen…

Seitdem ich diese Tatsache für mich persönlich akzeptiert habe, lebt es sich in der Quarantäne bedeutend leichter: Kaum habe ich morgens meine Tasse in den Geschirrspüler gestellt, kann ich bereits über das anstrengende Homeoffice und die neue ungewohnte Situation ächzen. Obwohl ich normalerweise auch sehr viel von zu Hause aus arbeite, ist die Lage natürlich dadurch verschärft, dass zwischendurch kein Stück Kuchen mit Freund*innen oder eine Stunde im Fitnessstudio möglich sind. 

Ich würde sagen, ich schlage mich ganz gut: Obwohl ich zwischendurch ziemlich produktiv bin (die Speisekammer aufräumen, zwei Löcher in der Decke verspachteln und Artikel für Beige produzieren), kann ich einige Dinge auch hervorragend auf die lange Bank schieben (meinen Bücherstapel abarbeiten, Unikram erledigen und natürlich die Steuer). Bei mir geht es also relativ ausgewogen zu – Balance is key! Vielleicht findet ihr in meinem Homeoffice-Fragebogen ja auch noch ein paar Inspirationen für eine entspannte Zeit zu Hause. Los geht’s! 

Morgens

Was machst du jeden Morgen als Erstes? 

Kaffee trinken. Am liebsten Espresso und noch lieber im Bett.

Deine Corona-Beauty-Routine?

Die ist nicht existent. Die einzigen Produkte, die ich momentan benutze, sind der Lippenbalsam und das Huile Prodigieuse von Nuxe sowie die Isle of Paradise Drops, von denen Marie schon seit Ewigkeiten schwärmt. Heimlich hoffe ich, dass man mir den Mangel an Vitamin D kein bisschen ansieht und ich nach der Quarantäne gefragt werde, auf welcher Insel ich mich denn all die Wochen verkrochen hätte. 

Wie entscheidest du nun täglich, was du anziehst?

So bequem wie möglich muss es sein! Mein absoluter Pro-Tipp für ständig frierende Menschen sind die Produkte von Icebreaker. Diese Leggings sind zwar schon mehrere Jahre alt, halten aber noch ordentlich warm und sind bei schlecht durchbluteten Homeoffice-Beinen absolut ihr Geld wert. 

Mittags

Und, was gab es zum Mittagessen?

Frühstück und Mittagessen verschwimmen bei mir momentan komplett, irgendwann gegen 12 Uhr bekomme ich Hunger und nenne es komplett unprätentiös „Brunch“. Nur eben, dass keine Freund*innen zu Besuch kommen und es weder Lachs noch Avocado Toast gibt. Aus Vorräten kann man aber wunderbar quarantänefreundliche Pancakes zaubern.

Hier das (vegane) Grundrezept, das natürlich beliebig ergänzt werden kann:

  • 150g Mehl
  • 1 große reife Banane
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Pflanzenöl
  • 200ml pflanzliche Milch
  • 1 Pkc. Vanillezucker

Deine (neue) Lieblingsbeschäftigung in der Mittagspause? 

Ich muss zugeben, das ich eine dieser anstrengenden Personen bin, die ihren Ausgleich aus Bewegung ziehen. Vor der Quarantäne war mir das auch noch nicht so bewusst, mittlerweile findet man mich aber in der Mittagspause regelmäßig mit dem Fahrrad über das Tempelhofer Feld düsen. 

Wofür liebst und wofür verdammst du deine Wohnung gerade?

Ich liebe meine Wohnung gerade dafür, dass ich mich in ihr sicher und zu Hause fühlen kann. Das ist ein riesiges Privileg!

Da das leider nicht allen Personen in Deutschland so geht, möchte ich gerne hier nochmal auf das Hilfetelefon aufmerksam machen. Wenn ihr häusliche Gewalt in eurem Umfeld oder persönlich erlebt habt, findet ihr hier Hilfe.

Außerdem ist es mir wichtig, die Aktion #OneWarmWinter zu erwähnen, die auf das Thema Obdachlosigkeit aufmerksam machen will. Wenn für euch eine Spende möglich ist, könnt ihr die Organisation und die Menschen auf der Straße damit sehr unterstützen. 

Abends

Hast du neue Abendrituale? 

Tatsächlich gucke ich aktuell regelmäßig die DJ-Sets von #UnitedWeStream an – am liebsten während ich Abendessen vorbereite. Hiermit ist also bewiesen, dass Berliner Clubkultur und Zwiebelschneiden sich nicht ausschließen und dass meine Küche als absolute In-Location taugt. Naja, zumindest für mich. Weitere Tipps für digitalen Hochgenuss in der Quarantäne habe ich euch übrigens hier zusammengestellt.

Wie kommst du zur Ruhe? 

So richtig zur Ruhe kommen muss ich eigentlich nicht, dafür sind die Tage viel zu dösig. Allerdings höre in letzter Zeit wieder sehr viele Podcasts, einige Tipps findet ihr hier.

Julias 3 Tipps in Quarantäne-Zeiten:

1. Ein Spiel mit absolutem Kindheits-Revival-Potenzial: Sims 4. Zusätzlich könnt ihr hier alle Freiheiten genießen, die euch im echten Leben momentan nicht vergönnt sind. Nächtelang durch die Nachtclubs von Oasis Springs ziehen, die Bibliothek von Willow Creek unsicher machen oder im eigenen Bett mit drei verschiedenen Sims techtelmechteln? Kein Problem! Über Origin könnt ihr das Spiel übrigens zwei Tage kostenlos testen, ehe ihr es kauft. 

2.  Es gibt wenig Entspannenderes, als fremden Menschen dabei zuzusehen, wie sie die Quarantäne kreativ meistern. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Hazel Brugger, die sich mit dem Braten des perfekten Rühreis oder dem Neusortieren ihres Bücherregals beschäftigt. Auch wenn die Dokureihe „Deutschland Was Geht“ gerade auf Eis gelegt ist, versorgen sie und Thomas Spitzer uns auf ihrem Kanal mit distanziert-fröhlicher Unterhaltung.

3. Ihr kennt alle eure Spotify-Playlists schon in- und auswendig? Da hätte ich etwas für euch: Sophie Passmann hat mithilfe ihrer Follower*innen die Playlist „Team-Quarantäne“ erstellt und die hat mit über 230 Stunden Spielzeit bestimmt noch einige musikalische Überraschungen für euch in petto. 

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